Großes Herz für kleine Pflänzchen
Sie haben diesen Herrn verdächtig mit Axt und Säge durchs Gebüsch schleichen sehen? Kein Grund zur Sorge: Landschaftsgärtner Michael Ratjen (29) tut nur seinen Job. Für die Firma Rumpf pflegen er und sein Team seit Januar jeden Grashalm der 21 Hektar großen Anlage.
Was genau gehört denn zu Ihren Aufgaben hier? Gehölzschnitt, Unkraut jäten, Rasen mähen zum Beispiel. Wir sorgen dafür, dass Grünanlagen und Entwässerungsgräben tipptopp in Ordnung sind.
Und das wird dann oft ganz schön laut für die Mieter… Nicht unbedingt. Die großen Bäume zum Beispiel kappen wir in der Regel von Hand. Aber wenn jetzt im Vorfrühling der Rückschnitt der Weiden an den Entwässerungsgräben zwischen den Häusern ansteht – da gehen wir natürlich mit Motorsägen ran.
Warum müssen die Weiden so stark gekürzt werden? Damit sie dicht, jung und gesund bleiben. Wenn man die Sträucher kappt, geht die Kraft in die „Augen“. Dann schießen die Pflanzen wieder voll aus.
Viele Gartenfreunde schneiden ihre Gehölze im Herbst zurück. Eine gute Idee? Nein. Ein frischer Schnitt ist für die Pflanze wie eine offene Wunde. Wenn da im Herbst der erste Frost reinkrabbelt, schädigt das den Strauch.
Im Winter wächst ja eher wenig hier. Wie verbringen Sie einen frostigen Arbeitstag? Ich gucke nach Müll, räume auf. Und natürlich nehmen wir montags wie gehabt die Grünabfälle der Haushalte mit.
Wann können die Mieter Ihnen auf der Anlage begegnen? Zurzeit montags und freitags. Sobald das Wetter offener wird, werde ich mit zwei oder drei Mitarbeitern täglich hier sein. Wünsche und Anregungen für uns können aber auch im Hausmeisterbüro abgegeben werden.
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