Solarmodule verwandeln Trabrennbahn in Öko-Kraftwerk
Lass die Sonne auf dein Dach!
Ein ruhiges Öko-Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Da schläft man auf der Trabrennbahn entspannt. Hier entsteht eins der größten Solarprojekte in Hamburg.
„Wo wir sind, ist vorn.“ Können die Mieter auf der Trabrennbahn ab Januar (wieder mal) selbstbewusst verkünden. Zumindest in Sachen praktischer Umweltschutz. Denn dann sind 4443 Solarmodule auf einem Teil der Dachflächen fix und fertig montiert. Scheint die Sonne – und nicht nur dann –, verwandelt sich die Wohnanlage ganz nebenbei in ein Mini-Kraftwerk. Solarzellen wandeln das energiereiche Licht direkt in Strom um – und der wird postwendend in das städtische Netz eingespeist. „Das ist eines der größten innerstädtischen Projekte dieser Art in ganz Hamburg“, freut sich Torsten Thiede, Technischer Leiter der GATOR.
Und ein entschlossener Schritt nach vorn in Sachen Umweltschutz und Sicherung einer zuverlässigen Energieversorgung. Die fossilen Energien sind begrenzt, ihre „Verfeuerung“ extrem klimaschädlich. Die Preise für den knappen Rohstoff werden explodieren. Und die Zeche zahlt der Endverbraucher. Darin sind sich heute alle Experten einig. Die Sonne dagegen scheint sauber, klimafreundlich und fast unbegrenzt.
Bis 2020 soll der Anteil Erneuerbarer Energien am so genannten Endenergiebedarf laut EU-Beschluss von heute 6,5 auf 20 Prozent steigen. „Mit der Installation der Solarmodule unterstützt der Eigentümer ganz praktisch diesen Prozess“, so Thiede.
Geschraubt wird voraussichtlich bis Silvester, auch an Sonnabenden. In dieser Zeit ist wegen der Bauarbeiten mit mehr Verkehr auf Anlage zu rechnen.
In den Genuss von Solarmodulen kommen allerdings nur die Hausnummern Max-Herz-Ring 8 bis 60, 47-127, 64-96 und 134 sowie Charlie-Mills-Straße 11 bis 15. Der Grund: Nicht alle Dächer eignen sich von der Ausrichtung und Konstruktion her für die Belegung mit Solarmodulen.
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