Beruf: Schutzengel
Stiernacken, Lederjacke, Muskelpakete? Fehlanzeige. Wachprofi Thorsten Wulf (44) kommt locker und freundlich rüber. Der neue Objektleiter vom „Wachdienst Wilhelmsburg“ widerlegt schon auf den ersten Blick das Klischee vom bulligen „Hau-Drauf“.
Was genau ist eigentlich Ihre Aufgabe hier? Sicherheit und Ordnung überwachen. Wir melden Beschädigungen und Van- dalismus an die Hausmeister, gucken, dass Ruhezeiten zum Beispiel auf dem Bolzplatz eingehalten werden. Jede Nacht und am Wochenende auch tagsüber.
Und wenn Sie jemanden auf frischer Tat ertappen…? Kommt drauf an: Entweder rufe ich die Polizei zu Hilfe oder ich stelle den Täter selbst zur Rede.
Haben Sie da keine Angst – gerade nachts?
Allzu ängstlich darf man in meinem Job nicht sein. Aber erfahrungsgemäß kann man das Meiste durch Gespräche klären.
Apropos Erfahrung: Welche Vorkenntnisse bringen Sie denn mit? Ich arbeite seit 1986 als geprüfter Wachmann, viel auch in Hamburger Einkaufszentren.
Ihr Erfolgsrezept? Man sollte nicht auf Krawall gebürstet sein, gelassen bleiben. Und gut mit Menschen umgehen können.
Und Sport? Muss ein Wachmann nicht auch fit sein? Ich schwimme und laufe. Im Moment bin ich als Objektleiter hier sehr viel im Einsatz. Da ziehe ich es vor zu schlafen.
Wie ist das „Nachtleben“ auf der Trabrennbahn? (schmunzelt) Die Füchse sind recht aktiv. Nein, im Ernst: Sehr ruhig bis jetzt. Das ist ein nettes Völkchen hier, eine echt positive Überraschung.
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