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Wohnpark Trabrennbahn Farmsen
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Gymnasium Osterbek: Forschen statt Büffeln

Her mit den Profilsternen!

Filigran Flöten, Filmen auf der Trabrennbahn, fließend Französisch und Englisch sprechen oder Forschen wie Einstein: Am Gymnasiums Osterbek ist kreative Lernvielfalt angesagt – nicht nur am Vormittag.

Knusprig gebratener Fisch, knackiger Salat: Wenn Kirstin Deede und Sabine Pape den Kochlöffel schwingen, läuft den Gymnasiasten das Wasser im Mund zusammen. Dreimal pro Woche kochen die beiden und zwei weitere Mütter Mittagessen für die hungrigen Pennäler. Seit zwei Jahren gibt’s hier am bilingualen Gymnasium die Kantine „La Casserole“. Warmes Mittagessen in der Schule? „Na klar“, sagt Kirstin Deede. „An langen Schultagen ist das für viele Kinder absolut notwendig.“ Denn das Gymnasium Osterbek bietet als Offene Ganztagsschule Lernen und Spaß bis in den Abend. Da tut Stärkung not.
Zum Beispiel für die 6 a: Mittwochs müssen die Kinder auch nach 15 Uhr noch fit sein – für Naturkunde. Diesmal experimentieren sie mit Eiern und Essig. Während die Sechstklässler die Überreste ihres planmäßigen Forscherdrangs entsorgen, jazzen die Mitglieder der Big Band „OJO-Club“, was das Blech hält. Mit Erfolg: 2004 gewann die Combo den Landeswettbewerb „Jugend jazzt“. Auch die Osterbeker Nachwuchswissenschaftler sind ganz vorn, erreichen bei „Schüler experimentieren“ gute Ergebnisse.
Die Trabrennbahn diente der Klasse 5 b im Juni sogar als Filmkulisse. Im Rahmen der Schulfächer Deutsch und Darstellendes Spiel drehte sie den Film „Emil, Anton und die Detektive“. Wer die Premiere im Bramfelder Kulturladen BraKuLa verpasst hat, kann den Film beim Gymnasium ausleihen.
Im Konzept des 40-köpfigen Kollegiums unter Führung von Katrin Doblhofer und Ulrich Cain gehen regulärer Stoff und freiwillige Angebote Hand in Hand. „Profilbildung“   heißt das Zauberwort. Vom ersten Schultag an haben die Gymnasiasten die Chance, nach Neigungen und Fähigkeiten Schwerpunkte zu setzen, sprich: „Profilsterne“ zu wählen: Englisch, Musik, Naturwissenschaften oder Französisch. Wählt ein Schüler beispielsweise den „Musikstern“, hat er nach der Schule die Qual der Wahl: Chor, Rock und Pop, Jazz, Kammermusik – was darf’s denn sein? Oder Hockey, Volleyball und Schach zum Ausgleich – die Auswahl ist riesig. „Wir bieten viel zusätzlich an“, so Schulleiterin Katrin Doblhofer. „So lassen sich Potenziale der Schüler über den regulären Unterricht hinaus nutzen.“

„Wir wollen die Schüler zum selbstständigen und selbst verantworteten Arbeiten befähigen“, umreißt Cain das Lehrziel. Die Schule müsse heute nicht nur Lehrinhalte vermitteln, sondern die Jugendlichen aufs Berufsleben vorbereiten, sie zu kritischen und sozialen Menschen erziehen. „Wir sind eine humane Schule, nicht nur auf dem Papier.“

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Schülerinnen beim Forschen